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TUSCH geht in die 2. Runde.

 

Bericht vom TUSCHpektakel 2009 am 17. Juni in der NAXOS Halle    

 

Bereits zum zweiten Mal stellten die Partnerschaften des Projekts TUSCH Ergeb­nisse aus der Zusammenarbeit von zumeist Frankfurter Theatern und Schulen vor. Eingeleitet wurde die ganztägige Veranstaltung von Joachim Reiss, dem Leiter des Schultheater-Studios, an das TUSCH angebunden ist. Sein Dank galt den etwa 400 TUSCH-Aktivisten, die in die Naxos Halle gekommen waren, dem Gastgeber Willy Praml sowie den öf­fentlichen und privaten Förderern von TUSCH, ohne die dieses Großprojekt der Kul­turellen Bildung nicht durchführbar wäre. Es folgten Grußworte der Stadt Frankfurt von Cornelia-Katrin von Plottnitz, des Landes, ausgerichtet von Albert Zetzsche vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst, und von Daphne Lipp, die von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt als Förderin von TUSCH sprach.

 

Und dann ging es actionreich weiter: 15 Gruppen aller Schulformen gaben einen Eindruck davon, wie unterschiedlich und vielfältig Theater mit Schülern sein kann. Die jüngsten Schauspieler waren gerade einmal sechs Jahre alt, die ältesten haben bald das Abitur vor sich. Grund-, Haupt-, Real- und Förderschüler nehmen an dem Projekt teil, ebenso wie Integrierte Gesamtschulen und Gymnasien. Auch die Theaterszene ist bunt gemischt. Das schaupielfrankfurt ist Kooperationspartner, aber auch viele freie Theater machen mit bei TUSCH. Mit Tanzplan_21 ist das Tanztheater vertreten (wie bereits im vergangenen Jahr mit den „Herderboys“). Es gibt Clownstheater, Musiktheater und Performances wie einen „Walk Act“. Es wird experimentiert mit Video, das Wu Wei Theater begibt sich mit den Schülern ihrer Partnerschule auf den Weg, Räume und deren Wirkungen zu erforschen. Antagon macht mit Schülern der Viktor-Frankl-Schule Aktionstheater ohne Sprache aber mit viel Wind, Schüler der Intensivklasse von der Salzmannschule spielen in vier afrika­nischen Sprachen. Durch ihr präzises Spiel und ihre Bühnenpräsenz verstehen die Zuschauer dennoch alles, nicht zuletzt durch den Einfluss von Alexander Brill, der mit „theaterperipherie“ das Partnertheater repräsentiert und der selbst mit ähnlichen Mitteln arbeitet. Aber auch die Auseinandersetzung und zeitgemäße Umsetzung von Klassikern fehlt nicht: Schiller, Brecht und Shakespeare wurden als Steinbrüche für die eigene Theaterarbeit genutzt. Bei vielen Darbietungen der Schüler ist die Hand­schrift der Partnertheater deutlich zu erkennen, was eines der Ziele von TUSCH ist. Die Nachgespräche, die den Präsentationen jeweils folgten, zeigten auch: Die Zu­sammenarbeit mit Theaterkünstlern hat den Schülern viel Spaß gemacht. Eine Aus­stellung im Foyer des Theaters stellte die Partnerschaften in ihren Arbeitsprozessen dar und dokumentierte, was die einzelnen Theater und Schulen über die heute ge­zeigten Präsentationen hinaus miteinander verbindet. Den Abschluss des Tages bil­dete eine Spielleiterrunde, die die Zusammenarbeit reflektierte und neue Ideen für die Zukunft entwickelte. Das Projekt TUSCH geht im nächsten Schuljahr zuversicht­lich in die dritte Runde, freut sich Gundula van den Berg von der Projektleitung, die die Partnerschaften auch weiterhin betreuen wird.

 

 

Fotos demnächst hier. 

 

 

Einen TUSCH für’s Theater

Das zweite TUSCH-Plenum – Bericht 

15 neue Partnerschaften zwischen Schulen und Theatern sind im zweiten Jahr des Projekts TUSCH - entstanden. 80 TUSCH-Aktive trafen sich am 11.2.2009 neugierig im Schultheater-Studio Frankfurt zum TUSCH-Plenum um zu erfahren, woran die jeweils anderen TUSCH-Gruppen gerade arbeiten. Darunter waren Vertreter der be­teiligten Schüler, die im Projekt aktiven Lehrer und Theaterleute aus fast allen betei­ligten Schulen und Theatern.
Erstmal schmetterten alle Teilnehmer einen vielstimmigen TUSCH, bevor der Leiter des Schultheater-Studios, Joachim Reiss in seiner Begrüßungsansprache die drei Hauptziele des Projekts in Erinne­rung rief: Erstens sollen junge Leute die große Theatertradition Deutschlands nicht verkümmern lassen, sondern sie als Zuschauer und Theatermacher für sich entde­cken. Zweitens soll das Fach Theater sich zusätzlich zu Kunst und Musik an den Schulen verbreiten, damit die Schüler aktiv Theater spielen können und in den Ge­nuss der vielen Erfahrungsmöglichkeiten kommen, die das Theater bietet. Drittens geht es um die Verbesserung der Lernkultur und der Schulkultur, damit „eines der mächtigsten Bildungsmittel, die wir haben“ (Hartmut von Hentig) nicht ungenutzt bleibt.
Das Antagon-Theater und die Schüler der Viktor-Frankl-Schule machten mit komi­schen Figuren und der Windmaschine einen erheiternden Anfang auf der Bühne, die Schüler der Deutschherrenschule fangen gemeinsam mit dem WuWei-Theater ihr Projekt gerade erst an und verteilten Fragebögen zu ihrem Thema „Was bedeutet Schule für Dich?“.
Drei Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit diesen und den Themen der anderen Projekte: Die Schüler wirbelten auf der Bühne in einem Theaterworkshop, der geleitet wurde von Mareike Kirsch. Vom TUSCH-Team war dabei die Freiwillige im Kulturel­len Jahr Marleen Wolter. Die Künstler und Theaterlehrer berieten sich gegenseitig zu ihren Projekten. Diese Arbeitsgruppe wurde moderiert von Dr. Gundula van den Berg. Die Intendanten und Schulleiter überlegten, wie man die Erfahrungen auswer­ten und die positiven Effekte in die ganze Schule und in die Arbeit des Theaters stär­ker integrieren kann. Joachim Reiss leitete diese Arbeitsgruppe. Mittendrin infor­mierten sich auch die Vertreter des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Frankfurter Bildungsdezernats und der Stiftung Polytechnische Gesell­schaft Frankfurt, über den Fortschritt des TUSCH-Projekts, das sie gemeinsam för­dern.
Einen wunderbaren Schlusspunkt setzten die Bilder aus den Partnerschaften des Theaters Grüne Sosse und des Franziskanergymnasiums, des Kellertheaters und der Peter-Petersen-Schule sowie die Theaterszene des Theaters Willy Praml mit den Schülern der Albert-Einstein-Schule auf der Bühne.

Alle Projekte werden ihre Aufführungen am 17. Juni in der Frankfurter Naxos-Halle der Öffentlichkeit präsentieren.

 

Text (mit leichten Veränderungen): Joachim Reiss

 

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Antagon theaterAKTion & Viktor-Frankl-Schule / Das wandelnde Herz 

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Antagon theaterAKTion & Viktor-Frankl-Schule / Das wandelnde Herz 

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Arbeitsgruppe: KünstlerInnen und TheaterlehrerInnen  

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Workshop für Schüler und Schülerinnen  

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Workshop für Schüler und Schülerinnen  

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Arbeitsgruppe: SchulleiterInnen und IntendantInnen 

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Theater Willy Praml & Albert-Einstein-Schule / Don Carlos Variation 

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Theater Willy Praml & Albert-Einstein-Schule / Don Carlos Variation 

Fotos: Katja Friedrichs